05.06.2006
Seattle Film Festival Journal
MOLLY´S WAY
At the last minute I changed my schedule around, usually a bad idea.
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Because the previous film was shorter than expected, I had a chance to run to Pacific Place to see this film; and I'm glad I did. Molly is a good Irish lass who travels to a small, blighted, industrial, coal mining town in Poland to search for the one-night stand man who fathered her unborn child. A lot of the charm of this film is watching the spark of light that is Molly (an exceptional performance by Mairead McKinley) light up the bleak Polish wasteland.
04.06.2006
NEW YORK TIMES
READERS Review by Deborah Sacharoff
There are certain intimate, personal and poignant films, that allow viewers to really get to know one person, and experience a slice of life with that main character;
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films like Marty (1955). Emily Atef´s "Molly´s Way", which premiered in North America June 3rd 2006, at the Seattle International Film Festival, is this type of film. This cross cultural film by Emily Atef is a perfect little gem. Molly, a young Irish woman, travels to Poland searching for Marcin, a Polish man with whom she´d spent a day. During her stay, she meets a variety of characters, and learns more about herself. Mairead McKinley, as Mollie, delivers an outstanding, very believable performance. Actors in smaller supporting roles are also great. The story unfolds at a good pace; with beautiful music and cinematography. Atef, of French/Iranian background, did the film as a third year German film student. She had specifically wanted to work with McKinley, she said; as they worked well together in Atef´s earlier short films. At film festivals, Mollly´s Way won best film awards in Nurnberg and Buenos Aires; McKinley won for best actress at Geneva and Ourense. In Seattle, Atef spoke about her fascination with Poland. The initial concept for the film, she said, was that she wanted to do a film in Poland; and wanted to work with McKinley. It´s a very simple film, done extraordinarily well.
31.05.2006
Seattle Weekly
MOLLY´S WAY
This quiet, unassuming, performance-driven little movie accomplishes much in its compact 80-minute running time.
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Many established filmmakers
could learn from first-time director Emily Atef, whose debut relishes
in slight changes of character and seemingly tiny moments. Molly
(Mairead McKinley) is a young Irish woman madly searching the Polish
countryside for man she had a chance encounter with back home. With
little to go on besides his last name and occupation, she finds refuge
at a hotel swarming with friendly prostitutes. McKinley carries the
film, and gives a magnificent performance as the title character.
Molly´s a woman who slowly begins to discover that she can take control
of her own life. The more Molly discovers about herself, the more we
like her and the film. Catch Molly while you have the chance.
20.03.2006
Die Welt.de
NOCH EIN FESTIVALPREIS FÜR EMILY ATEFS MOLLY´S WAY FILM
Der deutsche Spielfilm "Molly´s Way" von Emily Atef hat im argentinischen Seebad Mar del Plata - beim einzigen A-Festival Lateinamerikas - den Spezialpreis der Jury erhalten.
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Der Film erzählt die Geschichte der schwangeren Irin Molly, die den Vater ihres Kindes in polnischen Kohlebergwerken sucht. Atef, geboren 1973 als Tochter französisch-iranischer Eltern in Berlin, zog mit sieben Jahren mit ihrer Familie nach Los Angeles, mit 13 nach Frankreich und spielte dann Theater in London. 2001 begann sie ein Regiestudium an der Film- und Fernsehakademie Berlin. "Molly´s Way" gewann bereits das Festival "Türkei/Deutschland" in Nürnberg DW
17.03.2006
dpa - Basisdienst, Hamburg
MOLLY´S WAY BEGEISTERT PUBLIKUM BEI ARGENTINISCHEM FILMFESTIVAL
KORR-Ausland/Film/Argentinien/Deutschland/
Von Heike Maria Fischer, dpa
Mar del Plata (dpa) - Der deutsche Spielfilm "Molly´s Way" hat das Publikum des 21. Internationalen Filmfestivals im argentinischen Seebad Mar del Plata begeistert und tief gerührt.
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Mit Tränen in den Augen beglückwünschten vor allem weibliche Zuschauer die irische Hauptdarstellerin Mairead McKinley. Sie spielt in dem Film der Berliner Regisseurin Emily Atef die Molly, die nach Polen reist auf der Suche nach Marcin, mit dem sie eine unvergessliche Nacht verbracht hat. "Molly´s Way" ist einer der insgesamt 18 Filme, die bei dem einzigen A-Festival Südamerikas bis Sonntag (19. März) im Hauptwettbewerb um den goldenen "Astor" konkurrieren.
Der Film ist zwar eine deutsche Produktion, könnte aber wegen seiner internationalen Besetzung auch als europäischer Film bezeichnet werden: die Hauptdarstellerin stammt aus Irland, die Kamerafrau aus Polen, die Komponisten kommen aus Frankreich, es wird Englisch, Polnisch und nur wenig Deutsch gesprochen. Die in Berlin geborene und lebende Nachwuchsregisseurin Atef ist halb Französin, halb Iranerin. Über den Drehort sagte sie im Gespräch mit dpa: "Ich wollte schon immer in Polen arbeiten. Das Land interessiert mich sehr und inspiriert mich. Ich habe als Jugendliche viele polnische Filme von Kieslowski gesehen."
Der Film erzählt die ergreifende Geschichte von Molly, einer jungen Irländerin, und ihrer Suche nach Marcin. Sie kennt nur seinen Namen, hat eine Postkarte von seiner Heimatstadt und weiß, dass er in der Kohleindustrie arbeitet. Sie ist aber davon überzeugt, dass sie ihn finden wird. Zusammen mit dem Kind in ihrem Bauch wächst auch ihre Willensstärke. Die Suche stellt sich jedoch als schwierig heraus und dauert wegen Hindernissen und Enttäuschungen länger als erwartet.
Die vom Publikum gefeierte Regisseurin Atef erläutert die Beziehung zwischen der Darstellerin und dem Drehort: "Polen und Irland haben viel gemein. Beide Länder wurden unterdrückt, sind sehr katholisch, haben eine starke Beziehung zu ihrem Boden und in beiden wird gerne getrunken und getanzt." Der Charakter von Molly wurde von McKinley inspiriert, die seit neun Jahren eng mit Atef befreundet ist. Sie spielte auch die Hauptrolle in einem von Atefs Kurzfilmen.
Auf die Frage, ob sie der Filmheldin ähnelt, antwortet Atef: "Vielleicht was Mollys Mut angeht. Keine Angst zu haben, von da nach da zu gehen, mit Leuten zu kommunizieren, obwohl man die Sprache nicht beherrscht und einfach seinen Weg zu gehen. Wenn ich in ihrer Situation gewesen wäre, hätte ich ohne Zweifel das gleiche gemacht."
Esther Bernstorff, die Co-Autorin des Drehbuchs, Producer Benjamin Seikel und Herstellungsleiter Andreas Louis sind ebenfalls nach Mar del Plata gereist. "Die Idee, dass Marcin ein Kohlearbeiter ist und vielleicht auch illegal sein könnte, entstand erst, als wir in Polen angekommen waren und die Umgebung von Walbrzych kennen gelernt hatten", erzählt Bernstorff.
10.03.2006
JURYBEGRÜNDUNG BESTER FILM
11. FILMFESTIVAL TÜRKEI/DEUTSCHLAND, NÜRNBERG 2006
Die Jury des Wettbewerbes der Spielfilme auf dem 11. Filmfestival Türkei/Deutschland verleiht den Preis für den besten Film an "Molly´s Way" von Emily Atef.
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Sie honoriert damit einen brillianten Erstlingsfilm, der seine außergewöhnliche Geschichte unprätentiös und stringent erzählt und in bewunderswerter Konzentration auf das Wesentliche voller Wärme Charaktere aus Fleisch und Blut schafft.
09.2005 Kameramann Magazin
Trotz spirituellem Aspekt kommt auch der Alltag nicht zu kurz.
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Kinochancen gönnt man "Molly´s Way" (Bild Patricia Lewandowska), ein gutes Beispiel für europäisches Kino ohne Europudding-Geschmack, auch wenn die Produktion deutsch, die Hauptdarstellerin Irin, die Kamerafrau polnisch und die Musiker französisch sind. Emily Atef (Drehbuchpreis), Regiestudentin an der DFFB, schickt eine junge und schwangere Irin in eine polnische Kleinstadt bei Breslau, wo sie ihre vermeintlich große liebe und den Vater des ungeborenen Kindes sucht und dabei Selbstbewusstsein und Stärke findet. In verzweifelten Situationen helfen der Heldin Naivität, Optimismus und Gottvertrauen.
04.07.2005
DIE TIEFE DES FILMISCHEN RAUMES
Filmfestival-Rückblick: Filmfest München
Emily Atef schickt ihre ebenso herbe wie liebenswerte Protagonistin Molly (Mairead McKinley) auf eine beschwerliche Reise nach Polen, wo die eigensinnige Irin ihren One-Night Stand Marcin in allen Kohleminen sucht, die das Land zu bieten hat.
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Unterwegs begegnet Molly allerlei skurrilen Gestalten, die sie mal zum Bleiben und mal zum Gehen bewegen. Bewegend ist Mollys unerschütterlicher Wille allemal – und in wunderbar ungeschminkten Bildern eingefangen. Das Drehbuch von Regisseurin Emily Atef und ihrer Koautorin Esther Bernsdorff wurde zu Recht mit dem Förderpreis Deutscher Film belohnt.
30.06.2005 dpa
JUNGE FILMEMACHER TROTZEN SPARZWANG MIT KREATIVITÄT
Unbeeindruckt von den Sparbemühungen der Fernsehsender und der Filmförderung macht sich eine neue Generation von Regisseuren und Drehbuchautoren ans Werk, die Spaß am Erzählen und an Gefühlen hat und dafür keine aufwendige Ausstattung benötigt. (...)
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Ohne große Gesten, dafür aber eindringlich und anrührend hat etwa die Berliner Filmstudentin Emily Atef ihren Film "Molly´s Way" gedreht. Sie schickt ihre Protagonistin Molly nach Polen auf die Suche nach dem Vater ihres ungeborenen Babys. 100 000 Euro war das Budget, mit dem Atef auskommen musste, doch billig wirkt der Film nicht – im Gegenteil: die persisch-französische Regisseurin und ihre Co-Autorin Esther Bernstorff wurden auf dem Filmfest für ihre emotionale, intensive Geschichte sogar mit dem Drehbuch-Förderpreis ausgezeichnet.
06.2005
JURYBEGRÜNDUNG - FILMFEST MÜNCHEN 2005
ausgezeichnet für Drehbuch Emily Atef, Esther Bernstorff
In diesem Drehbuch steckt sehr viel Arbeit: Präzise werden auch die Nebenfiguren gezeichnet, keiner wird vergessen, alle bekommen ihre Chance.
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Manche nutzen sie, andere nicht. Aber immer ist die Geschichte bei ihnen. Die Erzählerinnen Bernstorff und Atef kennen ihre Figuren und die Welt in der sie sich bewegen so gut wie sich selbst. Struktur wird hier nicht zum Selbstzweck sondern wirkt still und stark im Hintergrund.
Mollys Weg berührt leise und intensiv. Man hofft mit Molly und ihren Weggefährten und ist am Ende überrascht, wenn Mollys Geschichte in einem grossen und feinen Bogen in andere Hände übergeht. Ein offener Abschluss und doch ein eindeutiges Ende. Wir sind gespannt auf die neuen Geschichten von Esther Bernstorff und Emily Atef.
28.06.2005 Abendzeitung
DA HILFT NUR NOCH DAS GOTTVERTRAUEN
Interview von Adrian Prechtel mit Emily Atef
? Frau Atef, eine junge Irin nach Ostpolen zu schicken, ist eine ungewöhnliche Idee.
! Aber Iren und Polen passen besser zusammen als man denkt: Beide sind die Underdogs im Schatten der grossen Bruder England und Russland, beide sind katholisch. Und meine irische Schauspielfreundin Mairead McKinley sollte dabeisein.
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? Der Ort des Geschehens, eine polnische Kleinstadt bei Breslau, in einem ehemaligen Kohlerevier, verbreitet eine depressive Stimmung.
! Nur auf den ersten Blick. Natürlich stimmen 40 Prozent Arbeitslosigkeit nicht optimistisch. Und Waldenburg hat schon bessere Tage gesehen, aber es hat eine starke Atmosphäre. Wir sind anfangs dort genauso fremd angekommen wie die Hauptfigur. Aber in all der Verlorenheit helfen Molly ihre Naivität, ihr Optimismus und Gottvertrauen. So gelingen auch herzliche Momente.
? Hat auch die Berliner Filmhochschule Ihren Stil geprägt?
! Sicher. Unser Direktor Reinhard Hauff hasst Glanz ohne Inhalt. Ich bin mit ihm nicht immer einer Meinung, aber auch ich liebe realistische Regisseure wie Ken Loach.
? Es gibt Szenen in "Molly´s Way", da meint man, der Sozialismus hätte nie geendet.
! Aber da war nichts künstlich. Zum Beispiel bei der Tanzveranstaltung in einem ehemaligen Kulturpalast. Da war von der Garderobiere, der Tischdekoration über die Diskobeleuchtung bis zur Band nichts gestellt.
? Wenn Sie auf dem Filmfest den Förderpreis gewinnen, was würde das bedeuten?
! Schon die Nominierung hat vieles verändert. Branchenleute sprechen einen an, man wird ernster genommen. "Molly´s Way" könnte vielleicht so den Sprung ins Kino schaffen. Und wenn wir gewinnen, dann gibt das meinen Projekten einen irren Schub. Es soll um eine Bauerntochter in der Rohn gehen, die ein hartes Leben führt und beginnt, als innere Flucht Todesbilder zu fantasieren.
27.06.2005 Merkur München
Was in Zeppelin! noch ungewollt verschwommen erscheint, wird in "Molly´s Way" hingegen zum Stilprinzip erhoben:
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Fahrig, ruhelos und bewusst im Unklaren über das, was ihr noch begegnen wird, streunt die junge Heldin Molly auf der Suche nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes durch eine polnische Kleinstadt. Im Vergleich mit den anderen Beiträgen der Reihe Neue Deutsche Kinofilme ist die Atmosphäre, die Regisseurin Emily Atef in ihrem poetischen Film erschafft, deutlich sanfter und wärmer. Was daran liegt, dass in allen anderen Produktionen ein bestehendes System von Zusammengehörigkeit quälend langsam in Fragmente zerlegt wird. Hier jedoch will und wird sich die energische Titelheldin Atefs genau diese Gemeinschaft erst schaffen.
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